Donnerstag, 8. März 2012

Streicheleinheiten.

Er sitzt alleine in seinem Zimmer, weiß nichts mit sich anzufangen und geht durch das Haus. 

Alle schlafen, nirgens brennt Licht, nirgens läuft musik.

Er geht raus auf den Hof. Es ist kalt, aber er geht im T-Shirt durch die Stadt. 
Seine Hände laufen langsam blau an und er zittert.
Er geht vorbei an Wohnblocks und Villen. Merkt nicht wie die Zeit verstreicht. 
3 Uhr. Er sieht die Unterführung wo sie so oft gestanden haben, geht hin und sackt zusammen.
Die Zeit war besser, als er noch nicht alleine war. 
Die Zigarette schmeckte besser, als sie von der anderen Hand kam.
Die Straßen waren belebter, als sie noch gemeinsam umherstreiften.

Der Tag war bunter, als die Stunden noch aus Sekunden bestanden.
Aber jetzt wo er alleine ist merkt die Zeit hier nicht, verbringt die Tage weinerlich im dunkeln, denn hier schenkt einem keiner Licht!


Ich sitze wieder auf der Kante meines Bettes und gucke aus dem Fenster in  den Nachthimmel. 

Würd' gerne beten, aber glaube nicht an einen "Gott"!
»Aber ich hab ihm doch alles geglaubt? Warum musste er das machen? Hätt ich ihn davon abhalten können? - Mit Sicherheit!«
Ich setz den Blick herab und streichele langsam über mein Handgelenk.
Das streicheln zieht seine Muster auf der Haut und ich setze wieder mal die Flasche an.
Adieu, schöne Welt.

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